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Umweltzentrum Münster
umweltzentrum-muenster.de
20.10.2003
PRESSEMITTEILUNG
Mobile Demonstration gegen die Atomgeschäfte der Deutschen Bahn AG
am Samstag, den 25 .Oktober
Bahnreisende können sich am Samstag auf eine besondere Überraschung gefasst machen:
Atomkraftgegner aus dem ganzen Bundesgebiet rufen für Samstag, den 25.Oktober 2003,
zu einer "mobilen Demonstration" unter dem Motto "Schönes Wochenende - Bahnfahren
gegen die Atomwirtschaft" auf. ( http://www.wirsindamzug.de )
Bei dieser neuen Aktionsform der "mobilen Demonstration" verzichten die Atomkraftgegner
auf einen zentralen Treffpunkt und setzen auf dezentrale, aber zeitgleiche Aktionen:
In den Zügen und Bahnhöfen der Deutschen Bahn wird bundesweit mit einfallsreichen
und überraschenden Kleingruppen-Aktionen auf die Verwicklungen der Deutschen Bahn AG
in das internationale Atomgeschäft aufmerksam gemacht werden.
Die Deutsche Bahn AG, die selbst Anteile am Atomkraftwerk Neckarwestheim besitzt,
ist mit ihrer Tochterfirma Nuklear Cargo einer der größten Profiteure im europäischen
Atomgeschäft. Diese führt die Transporte mit hochradioaktiven Atommüll (Castor-Transporte)
in die Plutoniumfabriken in La Hague (F) und Sellafield (GB) sowie von dort ins
Atommüll-Zwischenlager Gorleben durch. Daneben transportiert die Bahn auch Uran
in die Anreicherungsanlage in Gronau sowie von dort via Rotterdam nach Russland und
versorgt so weltweit Atomkraftwerke mit nuklearem Brennstoff.
Die Anti-Atom-Initiativen fordern die Bahn auf, sich aus dem Geschäft mit dem Transport
von Atommüll und Uran zurückzuziehen. Die Ausweitung des Protests auf das gesamte
Streckennetz der Deutschen Bahn soll die Forderung der AtomkraftgegnerInnen
nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen dabei deutlich unterstreichen.
Deshalb werden sich am Samstag viele Atomkraftgegner in kleinen Gruppen auf den Weg
machen, darunter aus Hannover,Berlin, Göttingen, Hamburg, Bremen, Münster, Lüneburg
und dem Ruhrgebiet. Am Göttinger Bahnhof wird am Samstagnachmittag ein Konzert im
Rahmen der mobilen Demonstration stattfinden.
Aus vielen süddeutschen Städten, darunter Heidelberg, Saarbrücken, Trier und Stuttgart
werden Atomkraftgegner mit Zügen in Richtung Lauterbourg bei Karlsruhe fahren (wo die Castorbehälter
von Frankreich nach Deutschland die Grenze überqueren), um sich dort am Nachmittag zu
einer gemeinsamen Kundgebung mit französischen Atomkraftgegner zu treffen.
Der Aktionstag läutet damit die heiße Phase der Proteste gegen den in der zweiten
Novemberwoche erwarteten Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben ein.
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